Pilgern und Pilgerwege in Österreich

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VIA NOVA: Dr. Josef Guggenberger Nachfolger von Johann Spatzenegger

Nach über zehn Jahren legte der „Gründungsvater“ der VIA NOVA Idee und Vision in jüngere Hände


Von Wolfgang Matzke Pilgerwegbegleiter


Neukirchen vorm Wald/ Bayern - Ganz im Wechsel der Verantwortung als Obmann stand die diesjährige Generalversammlung des Vereins „Europäischer  Pilgerweg VIA NOVA“ im Pfarrsaal von Neukirchen v. Wald. Über 60 Stimmberechtigte waren anwesend, viele Bürgermeister aus den Mitgliedsgemeinden, VIA NOVA – Beauftragte der Kommunen aus Salzburg, Oberösterreich und Niederbayern, die Pilgerwegbegleiter und Landrat Sebastian Gruber, Freyung, als Ehrengast. Obmann Johann Spatzenegger (74) hatte schon bei den letztjährigen Neuwahlen angekündigt, den Vorsitz aus Altersgründen abzugeben, wenn der Nachfolger dazu bereit stünde. Mit dem Berndorfer Bürgermeister Dr. Josef Guggenberger wählte die Versammlung einstimmig den Wunschkandidaten zum Nachfolger. Guggenberger gehörte der Vorstandschaft schon bisher an, war auf vielen Teilstrecken der VIA NOVA pilgernd unterwegs und hat seine persönlichen Erfahrungen und Begegnungen mit „Pilgern auf dem Weg“ und den „Bewohnern am Weg“  in Bild und Text festgehalten. Der neue Obmann will vermehrt bei den „Menschen auf dem Pilgerweg“ sein und mit vielen vor Ort zusammentreffen. „Wir sind gut aufgestellt, der Pilgerweg hat sich in den zehn Jahren über drei Länder kräftig entwickelt und ist zum ‚europäischen Friedensweg‘ für viele geworden“, so Guggenberger.


Erste „Amtshandlung“ des neuen Obmanns war die Ernennung seines Vorgängers zum „Ehrenobmann“. Obfrau-Stellvertreterin Helga Grömer, Niederalteich, schilderte in ihrer Laudatio Spatzenegger als Visionär mit vielen Ideen, der durchdrungen war von dem Gedanken, „vor der eigenen Haustüre“ einen Pilgerweg zu schaffen. Er suchte Partner, fand sie in den Gemeinden, dann mit  Dr. Josef Rehrl in Niederalteich und Vladimir Silowsky in Tschechien sowie bei vielen zertifizierten Pilgerwegbegleiterinnen und -begleitern. Spatzenegger war auch immer wieder selbst mit seiner Frau Sieglinde pilgernd unterwegs. Der „Mensch Spatzenegger suchte „Ruhe“ und „Zeit für sich selbst“. „Weil du von deiner Sache überzeugt warst, konntest du andere begeistern, hast auch uns alle ‚angesteckt‘ und immer wieder neu Begleiter und Freunde gefunden. Es ist ein ‚ökumenischen Friedensweg‘ über drei Länder ins dritte Jahrtausend entstanden“, so Grömer. Lange anhaltender Applaus der Teilnehmer dankte mit großer Herzlichkeit dem „Gründungsvater der VIA NOVA“.


„Nur, wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“, mit diesem Goethe-Zitat begann Berta Altendorfer als Geschäftsführerin ihren Bericht. Die ökumenische 10-Jahresfeier im September 2015 in der Abteikirche Schweiklberg hat tiefe Eindrücke hinterlassen. „Die Besucher wurden spirituell und durch die Gastfreundschaft in Schweiklberg reich beschenkt“, bedankte sich Altendorfer. Die Geschäftsführerin stellte auch Umfrageergebnisse der Tourismusforschung / Fachhochschule Salzburg GMbH , Mag.a Stefanie Eichbauer und der  Salzburger Land Tourismus  GmbH vor. Pilger suchten vor allem die Stille. Zu zweit unterwegs zu sein, sei die beliebteste „Pilgerform“, der „Pilger“ mag es möglichst einfach. „Wir sind auf einem guten Weg“, durfte Berta Altendorfer feststellen, „müssen aber dranbleiben!“ Die neue Homepage sei bestens angekommen, die Anfragen von Pilgern häuften sich erfreulich, „wir werden bekannter“. „Überwiegend wird auch Kartenmaterial nachgefragt, gedruckt wie digital, da werden wir noch präsenter werden.“ „Die VIA NOVA lebe von den Pilgern, von den Mitgliedsgemeinden mit den Pilgerwegbeauftragten, die den Weg betreuten und vor allem von den Pilgerwegbegleitern, die immer wieder spirituelle Anregungen gäben“, freute sich Berta Altendorfer.



Neuer Obmann

 Dr. Josef Guggenberger - Obmann Verein Europäischer Pilgerweg


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