Pilgern und Pilgerwege in Österreich

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9. Ruperti–Pilgerwanderung: Pilgergruppe stapfte durch Tiefschnee


Eine neue Route hat sich der Initiator und Pilgerbegleiter Hermann Hinterhölzl, Hüttenwirt vom Hochgründeck für die heurige Pilgerwanderung ausgedacht. Mit dem Start in der St. Rupert-Kirche in Ramsau/Dachstein und dem Ziel, der Pfarrkirche zum Hl. Maximilian (Rupertkreuz) in Bischofshofen machten sich zwölf Pilger/innen auf die viertägige Pilgerreise. Was mit herrlichem Herbstwetter im Ennstal und Enns-Pongau begann, endete diesmal, zwar nicht unvorbereitet, aber dennoch mit einer Herausforderung verbunden, bei Schneegestöber über das Hochgründeck (1.800 m) und Regen im Tale. 

Die Gruppe ist unter der sorgsamen Begleitung ihres Pilgerführers Hermann Hinterhölzl gut angekommen. Spirituelle Tagesimpulse in den schönen Kapellen und Kirchen, Gastfreundschaft durch die Hotelbetriebe und Pensionen, Gemeinschaftserfahrung, sowie ein abschließender Gottesdienst zum Fest des Hl. Rupert (Namensgeber des Pilgerweges) gehörten zu den Höhepunkten. Das Schneegestöber auf dem Hochgründeck wird den Pilger/innen für immer in Erinnerung bleiben.

Die vorösterliche Pilgerwanderung in der Karwoche und die Ruperti-Pilgerwanderung im September bieten allen Pilgerfreunden die Möglichkeit, diesen interessanten Pilgerweg (Altötting – Seekirchen – Salzburg – Wolfgangsee – Postalm – Abtenau – Hüttau – Hochgründeck mit Ziel Bischofshofen) auf Teilstrecken kennen zu lernen.


Weitere Informationen zum St. Rupert Pilgerweg unter www.rupert-pilgerweg.com



St. Rupert und was er uns heute sagen kann


Der St. Rupert Pilgerweg verbindet moderne Pilger mit einem Menschen, der wie wir in einer Zeit des Suchens und des religiösen Umbruchs lebte. Nach den Wirren der Völkerwanderung gab es nur noch Reste des spätantiken Christentums und einer einst blühenden Kultur im heutigen Bayern und im Salzburger Land. Der Legende nach soll Rupert  mit dem christlichen Glauben auch Maria nach Altötting gebracht und den Herzog Theodo getauft haben. Von ihm bekam er die Reichenhaller Quellsalinen als materielle Basis für die Neuchristianisierung. Deshalb wird er mit dem Salzfass dargestellt. Salz ist auch ein biblisches Symbol für die Würze des Lebens, für spirituellen Reichtum, Erfüllung und Lebenssinn. Ohne Salz schmeckt alles schal. Der „Salzbischof“ Rupert verkörpert in seiner Person und durch seinen Weg die biblische Verheißung: “Ihr seid das Licht der Welt… ihr seid das Salz der Erde.“ und den Rat „Habt Salz in Euch“ (Mt. 9, 49f).



Pilger am Rupertiweg


Pilger am Weg


Pilger

Bilder: © Anton Wintersteller - Pilgergruppe auf dem Hochgründeck und bei der Ankunft in Bischofshofen

© Projekt „Pilgern in Österreich“ - Arbeitskreis Tourismuspastoral Österreichs