Pilgern und Pilgerwege in Österreich

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1000 wetterfeste Pilgerinnen/Pilger beim Pilgertag

In allen Landesteilen Österreichs und über die Grenzen hinaus fanden trotz Schnee 40 Pilgerwanderungen statt. Das bremste zwar die Beteiligung, nicht die Freude am Pilgern. Von Jahr zu Jahr haben sich die vorösterlichen Pilgerwanderungen zu einem österreichweiten Pilgerstart entwickelt. Die Karwoche bietet einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt zu "Aufbrechen - sich dem Leben stellen - Leid und Freude zu teilen und neuem Leben Raum zu geben". Das Ziel der Woche ist nicht der Karfreitag, sondern der Ostermorgen, Zeichen der Hoffnung und Verwandlung. Pilgern ermöglicht uns diese Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen des Lebens und des Seins. Beispielhaft (nicht vollständig) seien hier Kurzberichte von den Marienwegen (Steiermark), Wolfgangweg (Salzburg/Oberösterreich)und St. Rupert Pilgerweg (Bayern/Salzburg) erwähnt.

Steiermark : Marienwege
400 Pilgerinnen/Pilger bei 20 Pilgerwanderungen auf den Marienwegen.
"Pilgern kann man bei jedem Wetter - mit der richtigen Einstellung und Ausrüstung!", ist Sabine Petritsch vom Pastoralamt der Diözese Graz-Seckau überzeugt. In Bad Radkersburg in der Südsteiermark kamen anlässlich dieses Ereignisses Vertreter aus Politik, Kirche und Tourismus zusammen um gemeinsam von der Burg Negova in Slowenien nach Bad Radkersburg zu pilgern und somit ein positives Zeichen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu setzen.

Entlang der Marienwege zwischen der Steiermark und Slowenien werden vor 20 kulturellen Highlights Tafeln aufgestellt, die die wichtigsten Informationen zum Gebäude in drei Sprachen und einen weiterführenden "QR-Code" enthalten. Dieser Code liefert eine Panorama-Innenaufnahme des Gebäudes und Zugang zum spirituellen Pilgerbegleiter, der geistliche Impulse zu den einzelnen Highlights liefert. Die App soll auch als Navigationssystem zur Orientierung unterwegs und zum Planen von Routen verwendet werden können.

Nach der Eröffnung des Marienpilgerwegs zwischen Slowenien und Steiermark bei der neu errichteten Brücke zwischen Bad Radkersburg und Gornja Radgona, wo um 16 Uhr die Segnung eines kunstvollen Pilgersteinmonumentes vorgenommen wurde, wurden die Herzen der 20 tapferen Pilger mit einer zünftigen Pilgersuppe im Pfarrhof Bad Radkersburg erwärmt.

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(Bild: Gerd Neuhold): Enthüllung des Pilgersteinmonumentes


Oberösterreich: Wolfgangweg
Eine Pilgerwanderung am WolfgangWeg (alter Pilger- u. Wallfahrerweg) führte auch heuer von St. Gilgen über das Europakloster Gut Aich - Falkenstein nach St. Wolfgang. Vierzig Pilgerfreunde zeigten sich trotz winterlichen Verhältnissen wetterfest. Im Europakloster Gut Aich wurde die Pilgergruppe mit einem Segnungsritual durch Br. Emmanuel beschenkt. Auf dem Weg über den Falkenstein wurden spirituelle Impulse geboten, die auf die Kartage und das Osterfest hinführten. Die köstliche Pilgersuppe bei der mittägigen Einkehr im Leopoldhof, trug zum leiblichen Wohl bei. Der Abschlussandacht in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang, folgte eine kurze Kirchenführung. Mit der Wolfgangseeschifffahrt ging es dann bequem zurück zum Ausgangspunkt St. Gilgen.

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(Bild/aW.) Die 40 PilgerInnen beim Pilgerbrunnen in St. Wolfgang)

Bayern/Salzburg: St. Rupert Pilgerweg
Zum ersten Mal waren 50 Pilger und Pilgerinnen aus dem Rupertiwinkel und dem Salzburger Land von Laufen/Obertrum nach Seekirchen unterwegs. Begleitet wurde die Gruppe von den Initiatoren des St. Rupert Pilgerweges Hermann Hinterhölzl und Dr. Petra Kurten. Die österlichen Impulse zu Leben Tod und Hoffnung zeigten trotz Schnee und eisigen Wind, Spuren des Frühlings in der Natur und im eigenen Leben auf und ermutigten auf den Spuren des Hl. Rupert der guten Nachricht des Evangeliums zu trauen. Willkommene Wärme -und Kraftorte waren der Gasthof Kaiserbuche am Haunsberg, wo es eine Pilgersuppe gab, sowie die spontane Gastfreundschaft der Bio-Käserei Mattigtaler, die die Pilger mit Buttermilch und Käse empfangen hat. Ziel war die Stiftskirche in Seekirchen, wo schon St. Rupert auf dem Weg von Bayern nach Salzburg Station gemacht hat. In Salzburg waren insgesamt 300 Pilger/innen auf 6 Pilgerwegen unterwegs.

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(Bild/H.Hinterhölzl): Ankunft bei der Kapelle am Haunsberg/Kaiserbuche



© Projekt „Pilgern in Österreich“ - Arbeitskreis Tourismuspastoral Österreichs