Pilgern und Pilgerwege in Österreich

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Niederösterreich übernimmt Vorsitz im Verein österr. Jakobswege

Wintersteller aus Salzburg und Franz Renghofer aus dem Burgenland hat nun Werner Kraus aus Niederösterreich bei der Generalversammlung des Vereins österreichischer Jakobswege den Vorsitz übernommen.
Werner Kraus kommt aus Poysdorf und ist seit Jahren in der Interessensgemeinschaft Jakobsweg Weinviertel engagiert. Der Bankdirektor der örtlichen Sparkasse ist zertifizierter Pilgerbegleiter und wurde von der Generalversammlung am 13. Jänner in Wien gewählt. Kraus dankte seinen beiden Vorgängern Franz Renghofer für die Koordination der unterschiedlichen Jakobswege-Gruppen in Österreich und besonders Toni Wintersteller für die jahrelange Aufbauarbeit.


Zur Stellv. Vorsitzenden wurde Christine Dittelbacher aus Oberösterreich, zum Schriftführer Dr. Peter Nefischer aus Oberösterreich und zum Kassier Diakon Josef Weidner aus dem Weinviertel gewählt. Weiters sind im Vorstand Johann Andert aus Niederösterreich, Stefan Niedermoser aus Tirol und Leo Führer aus Wien vertreten. Franz Renghofer wird ebenso weiterhin aktiv mitarbeiten.
Dank gebührt dem ausscheidenden Kassier Peter Freina aus Tirol.

 


Danke an den Gründer Toni Wintersteller

 

Werner Kraus berichtete, dass der Verein zur Förderung der österreichischen Jakobswege 2008 auf Initiative von Anton Wintersteller aus Salzburg gegründet wurde. Anton Wintersteller war es auch, der durch viele Aktivitäten in den letzten Jahren Kontakte im In- und im Ausland geknüpft hat. Dafür gebührt Anton Wintersteller ein Dankeschön. Herausragend ist hier sicherlich das europäische Projekt unter der Federführung der Schweiz, wo gemeinsam mit Deutschland ein EU Förderprojekt über drei Länder eingereicht wurde. Eingebunden wurde auch Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei. Ziel des Projektes war eine gemeinsame Homepage die unter www.camino-europe.eu zu finden ist. Der Pilger soll hier durchgehend Weginformationen über mehrere Länder finden.

 


2015 kamen 262.355 Pilgerinnen und Pilger in Santiago de Compostela an.

Der Jakobsweg zum Grab des heiligen Apostels Jakobus in Santiago de Compostela erlebt einen ungebrochenen Boom. Im Jahr 2015 bekamen 262.385 Pilgerinnen und Pilger, das sind 10,5% mehr gegenüber dem Vorjahr, im Pilgerbüro die begehrte "Compostela"-Urkunde. Für deren Erhalt müssen die Ankömmlinge mit Stempelfolgen im persönlichen Pilgerausweis belegen, mindestens die letzten 100 Kilometer bis zur Apostelstadt zu Fuß oder zu Pferd zurückgelegt zu haben.


 

Österreichs Jakobswege sind ebenfalls Gewinner des Pilgerbooms

 

Etwa 5.000 Jakobspilgerinnen und –pilger waren zuletzt auf den österreichischen Hauptrouten unterwegs. Der Anteil jener, die in Santiago ihre Compostela-Urkunde  abholen liegt etwa über 2.000 (knapp 1 %). Der Großteil der Jakobspilger gehen in 1-2 Wochen-Etappen und nützen dazu auch verlängerte Wochenenden. Erfreulich die internationale Herkunft der Österreich-Pilger (Südkorea, USA, Großbritanien, Spanien, Ungarn, Tschechen, Slowakei, Polen, …). In Österreich wurde 2003 mit der Beschilderung und Neu-Bewerbung des Jakobsweges durch Tourismus&Kirche  begonnen und im Vorjahr mit „10 Jahre Eröffnung  in Tirol und Salzburg“ gefeiert. Seit fünf Jahren gibt es den sehr erfolgreichen Abschnitt im Weinviertel von Drasenhofen nach Krems. Rund 2000 Pilger/innen gehen inzwischen jährlich auf dieser Strecke.



Pilgerstabübergabe beim Verein österr. Jakobswege


Pilgerstabübergabe


V.l.n.r.: Leo Führer (Pilgerpastoral der Erzdiözese Wien) – Peter Freina (scheidender Kassier des Vereins österr.JW) – Werner Kraus (neuer Vorsitzender des Vereins österr.JW) – Franz Renghofer – Christine Dittelbacher (stellv. Vorsitzende) – Stefan Weig (Leiter Quo Vadis Pilgerinformationszentrum Wien-Stephansplatz)


(Fotocredit: Knittelfelder – zur freien Verfügung)


© Projekt „Pilgern in Österreich“ - Arbeitskreis Tourismuspastoral Österreichs