Pilgern und Pilgerwege in Österreich

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Steiermark-Slowenien: Pilgern verbindet Europa

Abschluss des EU Projekts "Pilgrimage Europe SI-AT" am 14. Mai im Bildungshaus Mariatrost.
„Die Menschen kommen beim Pilgern zum Frieden und werden zufrieden“, bringt es Pilgerpastor Bernd Lohse aus Hamburg auf den Punkt, um zu erklären, wie wichtig das grenzüberschreitende Pilgern für den europäischen Frieden ist. Beim Pilgern kommen Menschen zu sich selbst, aber sie kommen auch mit Menschen aus anderen Ländern zusammen und merken, dass man sich sehr ähnlich ist und die gleichen Anliegen hat. Daher sei das Pilgern für Europa eine große Hoffnung. Menschen kommen in Kontakt und bauen Mauern ab, so Lohse. Der Pilgerexperte und Krimibuchautor aus dem Norden sprach bei der Abschlussveranstaltung des EU-Projekts Pilgrimage Europe SI-AT am 14. Mai im Bildungshaus Mariatrost. Ziel des Projektes war es, grenzüberschreitend Informationen zu Wegen, touristischen und spirituellen Angeboten bereitzustellen, andererseits auch interdisziplinäre Hilfestellung bei der Planung von Pilgerreisen zu entwickeln. Projektleiterin Martina Linzer zog eine positive Bilanz: „Pilgern ist ein Weg zu mehr Verständnis zwischen Menschen, Völkern und Nationen, führt zu gemeinsamen Kooperationen, die wiederum längerfristig Regionen und Menschen verbinden.“ Grenzüberschreitendes Pilgern hat das Projekt „Pilgrimage Europe SI-AT“ in den letzten vier Jahren auch wissenschaftlich erforscht und anhand von neuen Routen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bestehende und neue Routen aus den benachbarten Ländern wurden miteinander vernetzt und auf einen gemeinsamen touristischen Standard gebracht.
Beindruckend war der Filmbeitrag zum heurigen Pilgertag, eine österreichweite Aktion, an der in der Steiermark über 1000 PilgerInnen teilnahmen und von etwa 60 ausgebildeten PilgerbegleiterInnen unterstützt wurden.
Informelle Kontakte werden weiter gepflegt und sichern damit die Chance in einem weiteren Förderprogramm anzuschließen, betont Anton Wintersteller, der das Projekt bei den europäischen Kontakten unterstützt und mit der Initiative „Pilgern in Europa“ die weitere Vernetzung sichert.

Pilgrimage

Bild: Das Leitungsteam mit Referenten und Projektpartnern aus Deutschland, Ungarn und Siebenbürgen/Rumänien. v- li. n. re.: Andras Molnar/HU, Gerhard Hofbauer/Diözese Graz, Renate Wagner/Projekt SI-AT, Bernd Lohse/Hamburg, Martina Linzer/Projektleiterin SI-AT, Johann Kleinhofer/Mariazeller Land Tourismus, Sandor Szakacs/RO und Toni Wintersteller/ Jakobswege A
© Projekt „Pilgern in Österreich“ - Arbeitskreis Tourismuspastoral Österreichs